NEWS & STORIES

Ein echter Männertrip: Londons beste Pubs


Ein echter Männertrip: Londons beste Pubs

Copyright: Elliott Brown @ FLickr (https://www.flickr.com/photos/ell-r-brown/31442696946)

Cheers!
Wo wäre ein typischer Pubcrawl wohl authentischer als in der Heimat des Pubs selbst? Natürlich ist dabei die Rede von Großbritannien. Auf den Britischen Inseln trinken die Menschen schon seit der Bronzezeit ihr „Ale“ und kaum ein anderer Ort auf der Welt weist so eine hohe Pub-Dichte auf wie Großbritannien und Irland. Welche Stadt sollte sich also für eine Kneipentour besser eignen als das gute alte London?

Der Englische Pub stammt ursprünglich bereits aus der Zeit römischer Besatzung, als aufgrund der Errichtung eines weitreichenden Straßennetzes viele Tavernen für Reisende an relevanten Knotenpunkten entstanden. Später leitete sich dafür der Begriff „Pub“ aus „Public House“ ab, es handelt sich also bereits vom Begriff her um einen Ort, wo die Menschen zusammenkommen. Und so ist der Pub und das was man dort tut auch fest mit dem kulturellen Erbe der Menschen verbunden.

Nun aber zum Punkt. Dank der Römer und ihrem Faible für Straßenbau sind die Wege zwischen den Pubs denkbar kurz, was im Laufe des Abends sicherlich von Vorteil sein dürfte. Doch ist man in London angekommen und der Durst steigt schon gefährlich – wo fängt man da am besten an?

Ye Olde Mitre Tavern

Das kleine unscheinbare Schild über einem Hofeingang im Stadtteil Farringdon deutet bereits an, dass sich in diesem Lokal schon Shakespeare Inspirationen im Bierkrug geholt haben könnte: Den vielleicht ursprünglichsten Pub Londons gibt es schon seit 1546, seine äußere und innere Erscheinung stammt noch aus dem späten 18. Jahrhundert. Nicht nur das Flair ist hier zu einmalig, um die Taverne erst später am Abend anzusteuern, sondern auch die speziellen Ales vom Fass lohnen sich, um noch über einen feinen Gaumen zu verfügen. Zur Erinnerung: Eine britische Kneipentour beginnt früh. Viele Pubs haben nach wie vor nur bis 23 Uhr geöffnet. Das geht aus der Sperrstunde von 1915 hervor, die verhindern sollte, dass die Arbeiter morgens verkatert zur Arbeit kamen. Vielerorts ist diese Sperrstunde heute zwar gelockert, allerdings sollte man sie stets im Hinterkopf behalten, um nicht irgendwann auf dem Trockenen zu sitzen.

The Golden Eagle

Auch den Golden Eagle sollte man nicht zu weit unten auf seiner Liste stehen haben, die man den Taxifahrern zwischendurch zusteckt, wenn die Sprache leichtgängiger, aber die Artikulation immer schwergängiger wird. Denn der im Viktorianischen Stil gehaltene Pub in Marylebone öffnet und schließt ebenfalls zu traditionellen Zeiten. Besonderes Merkmal ist hier aber die Livemusik und die Weisen-Gesänge der Gäste, die zu überregionalem Ruhm geführt haben.

The Nellie Dean of Soho

Wer auch mal über den Tellerrand hinausschauen möchte, um zu sehen, wie in der heutigen Zeit ein englischer Pub aussehen kann, der sollte sich im Nellie Dean of Soho davon überzeugen, dass rustikales Ambiente nicht die einzige Stilrichtung sein muss. Denn hier trifft Tradition auf Moderne. Während der eigentliche Pub von außen und innen typisch Englisch ist, besticht das Obergeschoss durch eine moderne Einrichtung und Ausstattung gleichermaßen. Hier sollte man auf jeden Fall auch eine der preisgekrönten Pieminister Pies probieren, die sich individuell zusammenstellen lassen. Zum richtigen Pub-Feeling gehört neben dem Ale schließlich auch das traditionelle Essensangebot im Pub, bei dem die Engländer nicht nur auf das legendäre Fish & Chips schwören, sondern auch immer ihre Küchlein verputzen.

The World’s End

Natürlich wäre eine Kneipentour keine richtige Kneipentour, wenn alles von vornherein geplant wäre. So finden sich spontan immer Pubs am Straßenrand oder in Seitenstraßen, die in keinem Reiseführer stehen, aber einen komplett eigenen Reiseführer verdient hätten. Landet man also irgendwann nicht gemeinsam irgendwo erschöpft auf einer Londoner Parkbank am eigenen Ende der Welt, so bringt das Ende der Welt im Londoner Tourismus-Viertel Camden zwei Welten zusammen: Den typischen Pub, bei dem um kurz vor 23 Uhr das letzte Bier getrunken wird und darunter die „Unterworld“, einen dazugehörigen Club im Untergeschoss, der gleichzeitig das Herz der alternativen Musikszene Londons ist. Wo könnte man also besser die Kneipentour enden lassen, um im Anschluss nahtlos ins Nachtleben einzutauchen?

Warum also noch warten? Wer noch mehr Inspirationen braucht oder nach einem von Millionen Gründen sucht, London zu besuchen, der findet in diesem knappen Reiseführer noch weitere Ideen und Anregungen für mehrtägige Aufenthalte in der englischen Metropole an der Themse. Denn London ist immer eine Reise wert!

 


Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.